Gesundheits-Tipp

Achtsam kochen

Weniger nebenbei, mehr Ruhe und Genuss

Achtsam kochen kann gerade nach einem langen Tag guttun. Ihr kommt nach Hause und möchtet noch etwas kochen. Gleichzeitig klingelt das Smartphone, der Fernseher läuft und nebenbei wird schon die nächste Aufgabe erledigt. Das Essen steht später zwar auf dem Tisch, doch die eigentliche Zubereitung ist fast unbemerkt vorbeigegangen.

Genau hier setzt achtsames Kochen an. Es bedeutet nicht, besonders langsam oder aufwendig zu kochen. Vielmehr geht es darum, sich für eine gewisse Zeit bewusst auf die Zubereitung zu konzentrieren und nicht ständig zwischen verschiedenen Aufgaben zu wechseln.

So kann Kochen zu einer kleinen Auszeit im Alltag werden.

Achtsamkeit beginnt mit Aufmerksamkeit

Viele von Euch versuchen, möglichst viele Dinge gleichzeitig zu erledigen. Während die Nudeln kochen, werden Nachrichten beantwortet oder andere Dinge im Haushalt erledigt.

Das wirkt effizient, sorgt aber nicht unbedingt für Ruhe.

Achtsamkeit bedeutet zunächst, wahrzunehmen, was Ihr gerade tut. Beim Kochen kann das ganz einfach sein: Ihr konzentriert Euch auf das Schneiden, Rühren, Würzen und Abschmecken, statt gedanklich bereits beim nächsten Punkt auf der To-do-Liste zu sein.

Achtsam kochen muss nicht länger dauern

Ein häufiger Irrtum ist, dass achtsames Kochen besonders viel Zeit benötigt. Das ist nicht der Fall. Auch ein schnelles Abendessen kann bewusst zubereitet werden. Entscheidend ist weniger die Dauer als die Aufmerksamkeit, die Ihr der Tätigkeit schenkt.

Eine einfache Gemüsepfanne kann in 20 Minuten fertig sein. Trotzdem könnt Ihr Euch auf die einzelnen Arbeitsschritte konzentrieren, zwischendurch bewusst abschmecken und darauf achten, wie sich Zutaten während der Zubereitung verändern. So kann aus einer alltäglichen Pflicht eine Tätigkeit werden, bei der Ihr für eine Weile auf andere Gedanken kommt.

Das Smartphone darf für einige Minuten Pause machen

Ein einfacher erster Schritt besteht darin, das Smartphone beim Kochen nicht direkt neben Euch liegen zu lassen. Wir empfehlen, Eure Mahlzeiten möglichst in Ruhe zu genießen und Euch dafür Zeit zu nehmen. Wer langsamer und bewusster isst („Ratgeber zu achtsamem Essen“), kann außerdem Hunger und Sättigung besser wahrnehmen.

Wenn Ihr für 15 oder 20 Minuten keine Nachrichten beantwortet und nicht gleichzeitig andere Aufgaben erledigt, entsteht automatisch mehr Aufmerksamkeit für das Kochen.

Gute Vorbereitung schafft Ruhe beim achtsamen Kochen

Achtsamkeit funktioniert leichter, wenn Ihr nicht während des Kochens ständig Zutaten suchen oder Arbeitsflächen freiräumen müsst. Deshalb hilft eine kurze Vorbereitung.

Legt die wichtigsten Zutaten bereit, schafft eine freie Arbeitsfläche und stellt Messer, Schneidebrett und Kochgeschirr an ihren Platz. Bereits diese wenigen Schritte sorgen für einen ruhigeren Ablauf.

Genau darum geht es auch in unserem KüchenMarkt-Life-Hack: Stressfreies Kochen durch gute Vorbereitung. Bei achtsamem Kochen kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Eine gute Vorbereitung schafft nicht nur Ordnung in der Küche, sondern reduziert auch unnötige Unterbrechungen.

Achtsam kochen: Lebensmittel bewusster wahrnehmen

Beim täglichen Kochen laufen viele Handgriffe irgendwann automatisch ab. Das ist praktisch, führt aber auch dazu, dass Ihr Zutaten weniger bewusst wahrnehmt. Versucht deshalb gelegentlich, genauer hinzusehen.

  • Wie verändert sich Gemüse beim Garen?
  • Wie entwickelt sich der Geruch von Kräutern oder Gewürzen?
  • Wie verändert sich die Konsistenz einer Sauce?

Beim bewussten Kochen spielt auch das Abschmecken eine wichtige Rolle. Statt ausschließlich nach Rezept zu würzen, könnt Ihr Euch fragen, ob das Gericht tatsächlich noch Salz, Pfeffer oder Kräuter benötigt. So beschäftigt Ihr Euch wieder stärker mit Geschmack und Qualität.

Achtsam kochen in einer gut organisierten Küche

Achtsamkeit ist keine Frage der Küchenausstattung. Dennoch fällt bewusstes Kochen leichter, wenn die Umgebung funktioniert. Wenn Arbeitsflächen ständig zugestellt sind, Kochutensilien schwer erreichbar liegen und Gewürze an mehreren Stellen verteilt sind, entstehen unnötige Unterbrechungen.

Schon eine kleine Neuorganisation kann helfen. Überlegt Euch beispielsweise:

  • Welche Geräte benutzt Ihr täglich?
  • Welche Dinge könnten von der Arbeitsplatte verschwinden?
  • Sind Messer und Schneidebretter dort, wo Ihr sie tatsächlich benötigt?
  • Sind Gewürze und Kochutensilien gut erreichbar?
  • Gibt es ausreichend freie Fläche zum Vorbereiten?

Eine gut geplante Küche sorgt nicht automatisch für Entspannung. Sie kann jedoch dazu beitragen, dass beim Kochen weniger gesucht, umgeräumt und improvisiert werden muss.

Weitere praktische Anregungen findet Ihr in unserem KüchenMarkt-Experten-Tipp: Gut organisierte Küche sowie in unserem KüchenMarkt-Experten-Tipp: Arbeitsfläche in der Küche.

Nicht jede Pause muss gefüllt werden

Wenn etwas fünf oder zehn Minuten köchelt, greifen viele Menschen automatisch zum Smartphone.

Dabei kann gerade diese kurze Wartezeit angenehm und sinnvoll verwendet werden. So könnt Ihr z. B. den Tisch decken, etwas aufräumen oder einfach einen Moment warten. Nicht jede freie Minute muss mit einer weiteren Aufgabe gefüllt werden.

Gerade nach einem langen Arbeitstag kann dieser Wechsel vom permanenten Erledigen zum bewussten Kochen dabei helfen, den Übergang in den Feierabend angenehmer zu gestalten.

Auch die Atmosphäre spielt eine Rolle

Eine Küche ist heute häufig nicht nur Arbeitsplatz, sondern Teil des Wohnraums. Gutes Arbeitslicht ist wichtig, wenn Ihr Lebensmittel vorbereitet oder am Kochfeld arbeitet. Am Abend kann eine angenehmere, indirekte Beleuchtung dagegen dafür sorgen, dass die Küche ruhiger und wohnlicher wirkt.

Gerade in offenen Küchen lässt sich so der Übergang vom Kochen zum Essen angenehmer gestalten. Mehr dazu findet Ihr in unserem KüchenMarkt-Experten-Tipp: Küchenbeleuchtung.

Gemeinsam kochen kann ebenfalls eine Auszeit sein

Achtsamkeit bedeutet nicht, allein und schweigend in der Küche zu stehen. Auch gemeinsames Kochen kann sehr bewusst sein. Wenn Ihr Euch zusammen auf die Zubereitung konzentriert, Aufgaben verteilt, miteinander sprecht und anschließend gemeinsam esst, entsteht eine andere Form von Aufmerksamkeit.

So kann gemeinsames Essen einen wichtigen sozialen Stellenwert haben. Entscheidend ist weniger die Ruhe im Raum als die Frage, worauf Eure Aufmerksamkeit gerichtet ist.

Ein einfacher Versuch für den Alltag

Wenn Ihr achtsames Kochen ausprobieren möchtet, beginnt nicht mit großen Vorsätzen. Nehmt Euch einfach eine Mahlzeit in dieser Woche vor. Für 15 Minuten könnt Ihr Folgendes ausprobieren:

  • Legt das Smartphone weg.
  • Schafft eine freie Arbeitsfläche.
  • Legt Zutaten und Kochutensilien bereit.
  • Konzentriert Euch auf eine Tätigkeit nach der anderen.
  • Schmeckt bewusst ab.
  • Nehmt Geruch, Geschmack und Konsistenz wahr.
  • Vermeidet unnötige Nebenbeschäftigungen.

Mehr braucht es für den Anfang nicht. Vielleicht merkt Ihr schon nach kurzer Zeit, dass sich der Ablauf ruhiger anfühlt.

Achtsamkeit darf unkompliziert bleiben

Nicht jeder Tag eignet sich dafür. Manchmal muss das Abendessen schnell gehen. Manchmal klingelt das Telefon. Und manchmal fehlt einfach die Ruhe.

Achtsamkeit sollte deshalb kein zusätzlicher Anspruch werden. Vielleicht bleibt an einem hektischen Tag nur das Smartphone für zehn Minuten liegen. Vielleicht nehmt Ihr Euch am Wochenende mehr Zeit.

Auch kleine Veränderungen können dazu beitragen, bewusster zu kochen.
 

Das bewusste Essen gehört dazu

Wenn das Essen fertig ist, könnt Ihr die Aufmerksamkeit mit an den Tisch nehmen.

  • Probiert zunächst einige Bissen bewusst.
  • Achtet auf Geschmack, Konsistenz und Temperatur.
  • War das Gericht so, wie Ihr es Euch vorgestellt habt?
  • Würdet Ihr beim nächsten Mal etwas verändern?

So endet achtsames Kochen nicht mit dem Ausschalten des Herdes. Es geht beim Essen weiter.

Häufige Fragen zum achtsamen Kochen

Achtsam kochen bedeutet, sich bewusst auf die Zubereitung zu konzentrieren. Statt gleichzeitig mehrere andere Dinge zu erledigen, richtest du deine Aufmerksamkeit stärker auf Zutaten, Handgriffe, Geruch und Geschmack.

Viele Menschen empfinden konzentrierte praktische Tätigkeiten als angenehme Unterbrechung ihres Alltags. Kochen kann deshalb eine persönliche Auszeit sein. Es ersetzt jedoch keine medizinische oder therapeutische Behandlung bei anhaltendem Stress.

Nein. Auch ein schnelles Gericht lässt sich bewusst zubereiten. Schon 15 Minuten ohne Smartphone und andere Nebenbeschäftigungen können einen Unterschied machen.

Achtsames Kochen beginnt bereits bei der Vorbereitung und Zubereitung der Lebensmittel. Achtsames Essen richtet die Aufmerksamkeit anschließend stärker auf Geschmack, Hunger, Sättigung und Genuss. Beides lässt sich gut miteinander verbinden und kann zu einem bewussteren Umgang mit Mahlzeiten im Alltag beitragen.

Eine freie Arbeitsfläche, gut erreichbare Utensilien und klare Arbeitsabläufe reduzieren Unterbrechungen. Dadurch fällt es dir leichter, dich auf das eigentliche Kochen zu konzentrieren.

Eine Küche, in der Ihr Euch gerne aufhaltet

Wenn Ihr feststellt, dass Euch weniger das Kochen selbst stresst als fehlende Arbeitsfläche, unpraktischer Stauraum oder unnötige Wege, lohnt sich auch ein Blick auf die Küchenplanung.

Eine gut organisierte Küche kann Euch Handgriffe erleichtern und Wege verkürzen. Dadurch bleibt mehr Raum für das, was beim Kochen eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte: gutes Essen und Freude an der Zubereitung.

In unseren KüchenMarkt-Studios in Eching, Landshut-Nord, Unterhaching und Wolfratshausen schauen wir gemeinsam mit Euch darauf, wie Ihr Eure Küche tatsächlich nutzt.

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