Life Hack

Stressfrei kochen

Durch gute Vorbereitung

Stressfrei kochen beginnt schon vor dem Einschalten des Herds. Wenn Ihr Zutaten, Küchengeräte und Arbeitsschritte rechtzeitig zurechtlegt, müsst Ihr später weniger suchen, improvisieren oder unter Zeitdruck schneiden. In Profiküchen wird diese Vorbereitung „Mise en place“ genannt. Der französische Ausdruck bedeutet sinngemäß: Alles befindet sich an seinem Platz.

Für Euren Alltag bedeutet stressfrei kochen vor allem: Bereitet vor dem Kochen alles vor, was Ihr für die ersten Arbeitsschritte benötigt. Das spart Zeit, verhindert Hektik und sorgt dafür, dass Ihr Euch beim Kochen besser auf Geschmack, Garzeiten und Konsistenz konzentrieren könnt.

Warum stressfrei kochen mit guter Vorbereitung beginnt

Viele hektische Situationen entstehen nicht durch schwierige Rezepte, sondern durch einen unklaren Ablauf. Die Zwiebeln braten bereits, während Ihr noch den Knoblauch schält. Gleichzeitig kocht das Wasser über und plötzlich fehlt eine wichtige Zutat.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, beginnt stressfrei kochen mit einer guten Kochvorbereitung und einem einfachen, aber entscheidenden Schritt.

Stressfrei kochen: Lest Euer Rezept vollständig durch

  • Lest vor dem Start nicht nur die Zutatenliste, sondern das gesamte Rezept aufmerksam durch. So erkennt Ihr frühzeitig, welche Arbeitsschritte vorbereitet werden müssen und wie viel Zeit das Gericht tatsächlich benötigt.
  • Achtet dabei besonders auf Hinweise zum Marinieren, Einweichen oder Vorheizen. Auch Zutaten, die zunächst auf Zimmertemperatur kommen sollen, Ruhezeiten nach dem Garen oder das portionsweise Hinzufügen einzelner Bestandteile können den Ablauf beeinflussen.

Wer diese Angaben vorab kennt, kann die einzelnen Schritte besser planen und vermeidet unnötige Hektik während des Kochens. Solche Angaben beeinflussen den gesamten Zeitplan. Ein Gericht mit einer Garzeit von 20 Minuten kann durch Schneiden, Marinieren oder Ruhezeiten deutlich länger dauern.

Überlegt Euch vor dem Kochen

  • Welcher Schritt dauert am längsten?
  • Welche Aufgaben können parallel erledigt werden?
  • Bei welchem Schritt müsst Ihr besonders aufmerksam sein?

So entsteht aus dem Rezept ein übersichtlicher Arbeitsablauf.

Prüft Eure Vorräte

  • Kontrolliert vor dem Einkauf Kühlschrank, Vorratsschrank und Tiefkühlfach. Prüft nicht nur, ob eine Zutat vorhanden ist, sondern auch, ob die Menge ausreicht.
  • Eine Einkaufsliste verhindert, dass Ihr während des Kochens feststellt, dass Öl, Gewürze oder eine andere Grundzutat fehlen. Gleichzeitig vermeidet Ihr doppelte Einkäufe.

Räumt die Arbeitsfläche für stressfreies Kochen frei

Eine freie Arbeitsfläche erleichtert jeden Handgriff. Bevor Ihr beginnt, solltet Ihr nicht benötigte Gegenstände wegräumen und ausreichend Platz für Schneidebrett, Zutaten und Küchengeräte schaffen.

Hilfreich ist es, vorab
  • die Spüle freizumachen
  • ein sauberes Küchentuch bereitzulegen
  • einen Behälter für Küchenabfälle aufzustellen
  • Untersetzer für heiße Töpfe bereitzulegen
  • benötigte Messer und Geräte bereitzulegen

Häufig verwendete Gegenstände sollten sich dort befinden, wo Ihr sie benötigt. Messer und Schneidebretter gehören zur Vorbereitungsfläche, Kochlöffel und Pfannenwender in die Nähe des Kochfelds.

Weitere Tipps zu sinnvollen Arbeitswegen findet Ihr in unserem KüchenMarkt-Ratgeber zur Küchenergonomie.

Schneidet zuerst, bevor Ihr den Herd einschaltet

  • Bei schnellen Gerichten sollten möglichst alle wichtigen Schneidearbeiten erledigt sein, bevor Pfanne oder Topf heiß werden. Das gilt besonders für Wokgerichte, Risotto, Omeletts, kurz gebratenes Fleisch, empfindliche Saucen und schnelle Gemüsepfannen.
  • Sobald das Öl heiß ist, bleibt oft keine Zeit mehr, eine Paprika zu entkernen, Zwiebeln zu schneiden oder Kräuter zu hacken. Wenn alles vorbereitet und griffbereit steht, könnt Ihr Euch vollständig auf Garzeit, Temperatur und Konsistenz konzentrieren.

Verwendet dafür ein scharfes und passendes Messer. Ein stumpfes Messer benötigt mehr Kraft und kann leichter abrutschen. Eine Übersicht zu den wichtigsten Messertypen haben wir für Euch in unserem Fachbeitrag “Das richtige Messer in der Küche” zusammengestellt.

Rutscht das Schneidebrett, könnt Ihr ein leicht feuchtes Küchentuch darunterlegen.

Achtet auf Küchenhygiene

  • Zu einer guten Kochvorbereitung gehört auch ein hygienischer Umgang mit Lebensmitteln. Besonders rohe tierische Produkte sollten immer getrennt von Salat, Gemüse und bereits gegarten Speisen verarbeitet werden.
  • Wascht Euch vor dem Kochen gründlich die Hände und verwendet für rohe sowie verzehrfertige Lebensmittel möglichst unterschiedliche Schneidebretter und Messer. Arbeitsgeräte, die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, sollten anschließend gründlich gereinigt werden.
  • Auch Verpackungen und Tauwasser gehören sofort entsorgt. Gegarte Speisen sollten niemals auf Tellern oder Brettern abgelegt werden, auf denen zuvor rohe Lebensmittel lagen.

Weitere praktische Tipps und wichtige Infos dazu findet Ihr im KüchenMarkt-Ratgeber "Hygiene in der Küche".

Nutzt Garzeiten sinnvoll

  • Während Wasser aufkocht, eine Suppe köchelt oder ein Auflauf im Backofen steht, könnt Ihr die Zeit für kleinere Aufgaben nutzen. Stellt bereits verwendete Zutaten zurück, spült benutzte Schüsseln ab oder wischt die Arbeitsfläche sauber.
  • Auch Beilagen, der gedeckte Tisch oder das passende Serviergeschirr lassen sich in dieser Zeit vorbereiten. So bleibt die Küche übersichtlich und nach dem Essen wartet weniger Arbeit auf Euch.
  • Stellt Euch dennoch immer einen Timer. Besonders bei mehreren Töpfen verliert Ihr schnell den Überblick. Bei kurzen Garzeiten, heißem Fett oder empfindlichen Saucen sollte Eure Aufmerksamkeit jedoch vollständig beim Herd bleiben.

Räumt während des Kochens auf

  • Eine einfache Regel hilft dabei, die Küche übersichtlich zu halten: Was nicht mehr gebraucht wird, verlässt die Arbeitsfläche.
  • Stellt Gewürze zurück, entsorgt leere Verpackungen und legt benutzte Schüsseln in die Spüle. Verschüttete Flüssigkeiten solltet Ihr direkt aufwischen, bevor die Arbeitsfläche rutschig wird.
  • Praktisch ist eine kleine Resteschüssel neben dem Schneidebrett. Darin könnt Ihr Schalen, Strünke und Verpackungen sammeln. Das spart Wege zum Mülleimer.

Einige geeignete Gemüsereste können für Brühen oder andere Gerichte genutzt werden. Ideen dazu findet Ihr auch in unserem beliebten KüchenMarkt-Fachbeitrag “Geld sparen beim Kochen”.

Entwickelt eine feste Kochroutine

  • Eine wiederkehrende Reihenfolge sorgt dafür, dass die Vorbereitung nach einiger Zeit fast automatisch abläuft. Beginnt damit, das Rezept vollständig zu lesen und Eure Vorräte zu prüfen. Anschließend räumt Ihr die Arbeitsfläche frei, wascht Euch die Hände und stellt alle benötigten Geräte sowie Küchenhelfer bereit.
  • Danach könnt Ihr die Zutaten waschen, schneiden und für die einzelnen Arbeitsschritte vorbereiten. Erst wenn alles griffbereit ist, werden Herd oder Backofen eingeschaltet. Während des Kochens helfen Euch Timer dabei, die verschiedenen Garzeiten im Blick zu behalten.
  • Ruhige Wartezeiten könnt Ihr nutzen, um Zutaten zurückzustellen oder bereits etwas aufzuräumen. Zum Schluss werden die Speisen abgeschmeckt und angerichtet. Ihr müsst diese Reihenfolge nicht immer exakt einhalten. Wichtig ist vor allem, dass Ihr vor dem Start wisst, was Ihr benötigt und welcher Arbeitsschritt als Nächstes folgt.

Die häufigsten Fehler bei der Kochvorbereitung

  • Ein häufiger Fehler ist, den Herd zu früh einzuschalten. Beginnt mit dem Erhitzen erst dann, wenn alle Zutaten für den ersten Kochschritt vorbereitet und griffbereit sind. So vermeidet Ihr, dass etwas anbrennt, während Ihr noch schneidet oder nach Zutaten sucht.
  • Auch zu komplizierte Gerichte sorgen im Alltag schnell für unnötigen Stress. Oft sind einfache Rezepte mit wenigen Zutaten die bessere Wahl. Achtet außerdem darauf, die Garzeiten realistisch einzuschätzen und mit der Komponente zu beginnen, die am längsten benötigt. Reis, Kartoffeln oder Ofengerichte brauchen meist mehr Zeit als eine Sauce oder ein Salat.
  • Verwendet zudem nicht für jede Zutat eine eigene Schüssel. Lebensmittel, die gleichzeitig verarbeitet werden, könnt Ihr zusammen vorbereiten. Das spart Platz und reduziert den Abwasch. Haltet außerdem immer eine sichere Abstellfläche für heiße Töpfe, Pfannen und Backbleche frei.

Stressfrei kochen bedeutet nicht, besonders schnell zu arbeiten. Viel wichtiger ist ein klarer Ablauf. Kurze Wege, ausreichend Arbeitsfläche und sinnvoll angeordneter Stauraum erleichtern Vorbereitung, Kochen und Aufräumen.

FAQ: Häufige Fragen zur Kochvorbereitung

Der französische Begriff bedeutet sinngemäß, alles an seinen Platz zu stellen. Dabei bereitest du Zutaten und Geräte vor, bevor das eigentliche Kochen beginnt.

Nein. Bei schnellen Pfannen- und Wokgerichten ist das sinnvoll. Bei Suppen oder Schmorgerichten kannst du spätere Zutaten häufig während der Garzeit vorbereiten.

Lies das Rezept vorher vollständig durch, plane die Reihenfolge, bereite Zutaten gruppiert vor und nutze längere Garzeiten zum Aufräumen oder für den nächsten Arbeitsschritt.

Räume nicht mehr benötigte Zutaten zurück, sammle Abfälle in einer Schüssel und reinige kleine Verschmutzungen direkt.

Viele Dressings, kalte Saucen, Gewürzmischungen und einige Gemüsesorten lassen sich gut vorbereiten. Empfindliche Kräuter und Salate solltest du erst kurz vor der Verwendung schneiden.

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Wir freuen uns auf Euren Besuch.
Euer KüchenMarkt-Team
 

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