Schwarze Johannisbeeren
Die Vitamin‑C‑Rakete – Power für Euer Immunsystem
Schwarze Johannisbeeren sind ein echtes heimische Superfood. Wer sich bewusst ernährt und saisonal genießen möchte, findet in dieser Powerbeere eine natürliche Quelle für Gesundheit und Geschmack. In diesem Artikel erfahrt Ihr alles Wissenswerte – von Nährwerten über Anwendungsmöglichkeiten bis hin zu Lagerungstipps.
Gesundheitliche Vorteile
Schwarze Johannisbeeren gehören zu den nährstoffreichsten Beeren überhaupt. Sie vereinen in sich ein beeindruckendes Nährstoffspektrum, das sowohl für den Alltag als auch für gezielte Gesundheitsziele interessant ist.
Höchster Vitamin C Gehalt unter den Beeren
Mit bis zu 180 mg Vitamin C pro 100 g liegen Schwarze Johannisbeeren weit vor Zitrusfrüchten. Schon 60 g decken den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen.
Vitamin C unterstützt die Abwehrkräfte, verkürzt Erkältungszeiten und fördert die Wundheilung.
Es trägt außerdem zur Kollagenbildung bei – wichtig für Haut, Bindegewebe und Blutgefäße.
Reich an Antioxidantien
Die dunkle Farbe der Beeren kommt von Anthocyanen – starke Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren. Antioxidantien schützen Zellen vor vorzeitiger Alterung, unterstützen das Herz‑Kreislauf-System und wirken entzündungshemmend.
Studien zeigen, dass Anthocyane sogar positive Effekte auf die Sehkraft und kognitive Leistungsfähigkeit haben können.
Unterstützung bei chronischen Beschwerden
Die sekundären Pflanzenstoffe der Schwarzen Johannisbeere können entzündliche Prozesse bei Gelenkbeschwerden lindern. In der Naturheilkunde werden Blätter und Samenöl traditionell bei Rheuma, Gicht und Ekzemen eingesetzt.
Johannisbeeren-Blättertee gilt als sanft entwässernd und kann bei Harnwegsbeschwerden helfen (vorher ärztlich abklären).
Schwarze Johannisbeeren in der Küche verwenden
Schwarze Johannisbeeren sind vielseitiger, als viele denken. Durch ihren süß-säuerlichen, leicht herben Geschmack lassen sie sich sowohl roh als auch verarbeitet verwenden:
Frisch verzehren
Am besten pur genießen, kurz vor dem Essen waschen, um den Vitamin‑C‑Gehalt zu bewahren. Z.B. als Snack, im Obstsalat oder gemischt mit Joghurt, Quark oder Haferflocken.
Süße Zubereitungen
- Marmeladen und Gelees: Klassischer Einsatz – die Beeren gelieren durch ihren hohen Pektingehalt fast von selbst.
- Desserts: Perfekt in Torten, Muffins, Crumbles oder Puddings.
- Smoothies: Frisch oder gefroren zusammen mit Banane, Apfel oder anderen Beeren mixen.
Herzhaft kombinieren
- Passt hervorragend als Chutney zu Käse oder gegrilltem Fleisch.
- In Vinaigrettes für Sommersalate passen sie gut zu Rucola, Spinat oder Ziegenkäse.
- Leicht eingekocht als Sauce zu Wild oder Geflügel – ein Traum.
Getränke
- Johannisbeersaft einfach pur oder gemischt mit Apfelsaft oder spritzig mit Mineralwasser genießen.
- Eignet sich hervorragend als Sirup-Basis für Schorlen oder Cocktails.
- Johannisbeeren-Likör, traditionell mit Zucker und Alkohol angesetzt.
Tipps für richtigen Genuss & Lagerung für schwarze Johannisbeeren
- Wascht Beeren erst kurz vor dem Verzehr und entfernt matschige Früchte immer vorher
- Frisch geerntet nur 2–3 Tage im Kühlschrank lagern.
- Vor dem Einfrieren gut trocknen, auf einem Blech vorfrieren und dann einfrieren.
- Beim Erhitzen entfalten sich Aroma und Gerbstoffe – Vitamin C bleibt erstaunlich stabil.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Bereits 60 g decken deinen Bedarf vollständig.
Nein – sie enthalten deutlich weniger Vitamin C und Anthocyane als schwarze Johannisbeeren.
Ja – die antioxidativen Stoffe schützen die Haut, fördern Kollagenbildung und zelluläre Regeneration.
Im Kühlschrank 2–3 Tage, eingefroren bis zu 12 Monate.
Ja, als Tee bei Harnwegsbeschwerden, aber bitte ärztlich abstimmen, insbesondere bei Schwangerschaft oder Kinder.
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