Obst und Gemüse

Basilikum

Richtig verwenden, lagern und frisch halten

Basilikum gehört zu den Küchenkräutern, die ein Gericht mit wenigen Blättern vollständig verändern können. Sein frisches, leicht süßliches und würziges Aroma passt zu Tomaten, Pasta, Pesto, Salaten, Gemüse und vielen mediterranen Rezepten. Gleichzeitig ist Basilikum empfindlicher, als sein kräftiges Aussehen vermuten lässt.

Viele von Euch kennen wahrscheinlich dieselbe Situation: Der Basilikumtopf sieht beim Einkauf dicht, grün und gesund aus. Wenige Tage später hängen die ersten Triebe herunter, die Blätter bekommen dunkle Stellen und aus dem vermeintlich robusten Küchenbegleiter wird ein Pflegefall.

Das liegt nicht unbedingt an Euch. Basilikum ist wärmebedürftig, reagiert empfindlich auf Kälte und steht in Supermarkttöpfen meistens viel zu dicht. Mit der richtigen Lagerung, einer guten Erntetechnik und einigen einfachen Handgriffen könnt Ihr Basilikum jedoch länger frisch halten und sein Aroma gezielt in der Küche einsetzen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Basilikum mag es hell, warm und vor Zugluft geschützt.
  • Ein Basilikumtopf gehört normalerweise nicht in den Kühlschrank.
  • Frische Blätter solltet Ihr erst am Ende der Garzeit zugeben.
  • Für eine kräftige Pflanze erntet Ihr ganze Triebspitzen statt einzelner Blätter.
  • Überschüssiges Basilikum lässt sich gut mit Öl einfrieren.
  • Getrocknetes Basilikum ist praktisch, schmeckt aber deutlich anders als frisches.
  • Junge Stiele und Basilikumblüten sind grundsätzlich essbar.
  • Einen dicht bepflanzten Supermarkttopf solltet Ihr teilen und umtopfen.

Was ist Basilikum?

Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler – ebenso wie bekannte Küchenkräuter wie Minze, Salbei, Rosmarin, Thymian und Oregano.

Das Kraut wird gelegentlich als Königskraut bezeichnet. Dieser Name passt gut zu seiner Rolle in der Küche, denn besonders in mediterranen Gerichten ist Basilikum mehr als eine dekorative Garnitur. Es liefert eine Mischung aus Frische, Süße, Würze und einer leicht pfeffrigen Note.

Basilikum ist in unseren Breiten meist einjährig. Die Pflanze bildet weiche, grüne Triebe und gegen Ende ihrer Wachstumsphase kleine weiße, rosafarbene oder violette Blüten. Je nach Sorte unterscheiden sich Blattgröße, Farbe, Wuchsform und Aroma deutlich voneinander.

Was viele beim Kauf unterschätzen: Basilikum ist eine wärmeliebende Pflanze. Bei niedrigen Temperaturen wächst es kaum noch und wird anfälliger für Schäden und Krankheiten. Werte unter etwa 12 Grad Celsius können bereits problematisch werden.

Herkunft und wichtigste Basilikumsorten

Die genaue ursprüngliche Heimat des Basilikums lässt sich heute nicht mehr eindeutig bestimmen. Als frühe Verbreitungsgebiete gelten vor allem tropische und subtropische Regionen Asiens und Afrikas. Von dort gelangte das Kraut über Handelswege in den Mittelmeerraum und wurde zu einem festen Bestandteil der italienischen, griechischen und südfranzösischen Küche.

Heute gibt es zahlreiche Basilikumsorten, die geschmacklich teilweise weit auseinanderliegen.

Genoveser Basilikum

Genoveser Basilikum ist die Sorte, die Ihr aus den meisten Supermärkten kennt. Es besitzt große, weiche und kräftig grüne Blätter. Sein Aroma ist süßlich, würzig und leicht pfeffrig.

Diese Sorte eignet sich besonders für:

  • Klassisches Pesto alla Genovese
  • Tomaten mit Mozzarella
  • Pasta und Gnocchi
  • Pizza
  • Mediterrane Salate
  • Kräuteröle
  • Kalte Saucen und Dips

Kleinblättriges Basilikum

Kleinblättriges Basilikum wächst kompakt und buschig. Die Blätter sind kleiner und fester als beim Genoveser Basilikum. Sein Geschmack kann etwas intensiver und würziger ausfallen.

Die Pflanze eignet sich gut für Balkonkästen, kleinere Töpfe und als aromatische Garnitur.

Rotes Basilikum

Rotes oder violettes Basilikum fällt durch seine dunkelroten bis violetten Blätter auf. Geschmacklich ist es häufig etwas herber und würziger als grünes Basilikum. Manche Sorten besitzen zusätzlich eine leichte Nelken- oder Zimtnote.

Rotes Basilikum macht sich besonders gut in hellen Salaten, auf Burrata, in Kräuterbutter oder in einem farbigen Basilikumöl.

Zitronenbasilikum

Zitronenbasilikum verbindet das typische Kräuteraroma mit einer deutlich zitronigen Note. Es passt zu Fisch, Garnelen, Geflügel, asiatischen Salaten, sommerlichen Getränken und fruchtigen Desserts.

Auch zu Erdbeeren, Pfirsichen oder Wassermelone kann Zitronenbasilikum überraschend gut schmecken.

Zimtbasilikum

Zimtbasilikum besitzt ein warmes, leicht zimtartiges Aroma. Ihr könnt es für Chutneys, Obstsalate, Tee, Desserts oder orientalisch gewürzte Speisen verwenden.

Thai-Basilikum und normales Basilikum: der Unterschied

Der Begriff Thai-Basilikum bezeichnet nicht nur eine einzige Sorte. In der südostasiatischen Küche werden mehrere Basilikumarten verwendet:

  • Horapa schmeckt süßlich und erinnert an Anis oder Lakritz.
  • Kaprao, auch Krapao genannt, schmeckt kräftiger, pfeffriger und leicht nach Nelken.
  • Maenglak besitzt ein deutliches Zitronenaroma.

Normales Genoveser Basilikum schmeckt dagegen milder, frischer und mediterraner. Es passt ideal zu Tomaten, Olivenöl, Parmesan und Mozzarella. Thai-Basilikum harmoniert besser mit Chili, Kokosmilch, Limette, Fischsauce, Wok-Gerichten und asiatischen Currys.

Ein Austausch ist möglich, verändert aber den Charakter des Gerichts. Für ein grünes Thai-Curry liefert Horapa das typischere Aroma. Für Pesto ist Genoveser Basilikum meist die bessere Wahl.

Wie schmeckt Basilikum?

Der Geschmack von Basilikum hängt stark von Sorte, Alter, Standort und Erntezeitpunkt ab. Klassisches grünes Basilikum schmeckt:

  • Frisch und leicht grasig
  • Süßlich
  • Würzig
  • Etwas pfeffrig
  • Gelegentlich leicht nach Nelke oder Anis
  • Dezent bitter, vor allem bei älteren Blättern

Junge Blätter sind meistens zarter und milder. Größere, ältere Blätter entwickeln ein kräftigeres Aroma. Beginnt die Pflanze zu blühen, können die Blätter fester und etwas herber werden.

Basilikum besitzt viele flüchtige Aromastoffe. Deshalb duftet es sofort intensiv, wenn Ihr ein Blatt zwischen den Fingern reibt. Genau diese Empfindlichkeit erklärt, warum zu langes Kochen, starkes Zerkleinern und falsche Lagerung dem Geschmack so schnell schaden.

Wozu passt Basilikum?

Basilikum ist eng mit der italienischen Küche verbunden, lässt sich aber wesentlich vielseitiger verwenden.
Besonders gut harmoniert es mit Zutaten, die Frische, Säure oder eine milde Cremigkeit mitbringen.

Klassische Kombinationen

Basilikum passt hervorragend zu:

  • Tomaten
  • Mozzarella und Burrata
  • Parmesan und Pecorino
  • Olivenöl
  • Knoblauch
  • Pinienkernen und anderen Nüssen
  • Zucchini und Auberginen
  • Paprika
  • Pilzen
  • Pasta
  • Reis und Risotto
  • Kartoffeln
  • Geflügel
  • Fisch und Meeresfrüchten

Tomaten und Basilikum sind nicht ohne Grund ein Küchenteam. Probiert das Kraut beispielsweise zu den Spaghetti mit fruchtiger Tomaten-Oliven-Sauce. Gebt die frischen Blätter dabei erst unmittelbar vor dem Servieren auf die Pasta.

Basilikum zu Obst

Auch süßes Obst profitiert vom würzigen Aroma. Besonders gute Kombinationen sind:

  • Erdbeeren und Basilikum
  • Pfirsiche und Basilikum
  • Nektarinen und Basilikum
  • Wassermelone und Basilikum
  • Himbeeren und Zitronenbasilikum
  • Mango und Thai-Basilikum

Ein schönes Beispiel für die Verbindung aus Süße, Säure und Kräuteraroma ist der Tomaten-Nektarinen-Salat.

Basilikum als Alternative zu mehr Salz

Frische Kräuter bringen Gerichten zusätzliches Aroma und können Euch dabei helfen, beim Abschmecken weniger Salz zu verwenden. Basilikum eignet sich besonders für Tomatensaucen, Salate, Gemüsegerichte, Dips und leichte Suppen.

Weitere Ideen dazu findet Ihr in unserem Beitrag „Kräuter statt Salz – die gesunde Alternative“. Dort zeigen wir Euch, wie Kräuter, Gewürze, Säure und Röstaromen gemeinsam für mehr Geschmack sorgen.

Frisches und getrocknetes Basilikum richtig verwenden

Frisches und getrocknetes Basilikum sind keine vollständig austauschbaren Zutaten. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, entwickeln im Gericht aber einen anderen Charakter.

Frisches Basilikum richtig verwenden

Frisches Basilikum schmeckt lebendig, süßlich und besonders aromatisch. Seine empfindlichen Aromastoffe verflüchtigen sich bei längerer Hitzeeinwirkung.

Gebt frisches Basilikum deshalb möglichst:

  • Kurz vor dem Servieren auf das Gericht
  • Erst in den letzten Minuten in eine Sauce
  • Roh in Pesto, Dips und Kräuterbutter
  • Direkt vor dem Essen in einen Salat
  • Nach dem Backen auf Pizza und Flammkuchen

In einer Tomatensauce könnt Ihr einige Stiele kurz mitziehen lassen. Die frischen Blätter kommen anschließend als Finish dazu.

Getrocknetes Basilikum richtig verwenden

Getrocknetes Basilikum besitzt weniger Frische und Süße. Dafür entwickelt es eine wärmere, erdigere und manchmal leicht herbe Würze.

Es eignet sich für:

  • Tomatensaucen
  • Suppen
  • Schmorgerichte
  • Aufläufe
  • Marinaden
  • Kräutermischungen
  • Füllungen
  • Ofengemüse

Getrocknetes Basilikum könnt Ihr früher zum Gericht geben, damit es Flüssigkeit aufnehmen und sein Aroma abgeben kann. Zerreibt es vorher kurz zwischen den Fingern.

Frisches oder getrocknetes Basilikum: Was ist besser?

Das hängt vom Gericht ab.

GerichtBessere Wahl
PestoFrisches Basilikum
CapreseFrisches Basilikum
Pizza als FinishFrisches Basilikum
Lange gekochte TomatensauceGetrocknetes und frisches Basilikum
SchmorgerichtGetrocknetes Basilikum
KräuterbutterFrisches Basilikum
SalatFrisches Basilikum
GewürzmischungGetrocknetes Basilikum

Für das typische Basilikumaroma ist frisches oder tiefgekühltes Basilikum meistens die bessere Wahl. Beim Trocknen geht ein Teil der charakteristischen Aromastoffe verloren.

Basilikum schneiden oder zupfen?

Für das Gericht könnt Ihr Basilikum sowohl schneiden als auch zupfen. Entscheidend ist, dass Ihr es erst kurz vor der Verwendung zerkleinert.

Basilikum zupfen

Zupfen eignet sich gut für:

  • Salate
  • Pizza
  • Caprese
  • Pasta als Finish
  • Rustikale Gerichte

Die unregelmäßigen Stücke sehen natürlich aus und werden weniger stark zerdrückt.

Basilikum schneiden

Zum Schneiden solltet Ihr ein scharfes Messer verwenden. Legt mehrere Blätter locker übereinander, rollt sie vorsichtig zusammen und schneidet sie in feine Streifen. Diese Schnittart wird als Chiffonade bezeichnet.

Drückt die Blätter nicht fest zusammen und hackt nicht unnötig lange darauf herum. Gequetschte Schnittflächen werden schneller dunkel und verlieren Saft.

Bei der Ernte besser ganze Triebe schneiden

Von einer lebenden Pflanze solltet Ihr nicht ständig nur einzelne große Blätter abzupfen. Schneidet stattdessen eine Triebspitze knapp oberhalb eines Blattpaares ab. Aus den beiden Blattachseln können neue Seitentriebe wachsen.

So wird die Pflanze buschiger, statt lang und kahl zu werden.

Basilikum richtig lagern und frisch halten

Bei der Frage nach der richtigen Lagerung müsst Ihr zwischen einem Basilikumtopf und bereits abgeschnittenen Trieben unterscheiden.

Basilikum im Topf richtig lagern

Ein Basilikumtopf fühlt sich an einem hellen und warmen Platz wohl. Geeignet sind beispielsweise:

  • Eine helle Fensterbank.
  • Ein geschützter Platz in der Küche.
  • Ein warmer Balkon ohne kalte Nächte.
  • Eine Terrasse mit Morgen- oder Abendsonne.

Pralle Mittagssonne hinter einer Glasscheibe kann die Blätter verbrennen. Direkte Zugluft und kalte Fensterscheiben sind ebenfalls ungünstig.

Die Erde sollte gleichmäßig feucht bleiben, aber nicht dauerhaft nass sein. Staunässe führt schnell zu faulenden Wurzeln. Praktisch ist das Gießen von unten:

  1. Stellt den Topf für einige Minuten in eine Schale mit Wasser.
  2. Lasst die Erde Feuchtigkeit aufnehmen.
  3. Entfernt anschließend überschüssiges Wasser.
  4. Stellt den Topf nicht dauerhaft in einen gefüllten Übertopf.

Kontrolliert die Feuchtigkeit täglich. Ein dicht bepflanzter Topf verbraucht an warmen Tagen erstaunlich viel Wasser.

Abgeschnittenes Basilikum frisch halten

Abgeschnittene Triebe behandelt Ihr ähnlich wie einen kleinen Blumenstrauß:

  1. Schneidet die unteren Stielenden frisch an.
  2. Stellt die Triebe in ein Glas mit wenig Wasser.
  3. Entfernt Blätter, die im Wasser hängen würden.
  4. Stellt das Glas bei Zimmertemperatur an einen hellen Platz.
  5. Wechselt das Wasser täglich.
  6. Deckt die Triebe bei Bedarf locker mit einem dünnen Beutel ab.

Die Blätter sollten dabei nicht nass im Beutel liegen. Zu viel Feuchtigkeit fördert dunkle Stellen und Fäulnis.

Weitere allgemeine Hinweise zu Kräutern und Gemüse findet Ihr in unserem Beitrag „Gemüse länger frisch halten“.

Basilikum im Kühlschrank lagern?

Einen Basilikumtopf solltet Ihr nicht in den Kühlschrank stellen. Die niedrige Temperatur kann Kälteschäden verursachen. Typische Folgen sind:

  • Dunkle oder schwarze Flecken
  • Schlaffe Blätter
  • Glasige Stellen
  • Schneller Aromaverlust
  • Verlangsamtes Wachstum

Auch abgeschnittenes Basilikum fühlt sich bei normaler Zimmertemperatur häufig wohler als im Kühlschrank. Ein Wasserglas auf der Arbeitsfläche ist deshalb meist die bessere Lösung.

Müsst Ihr einzelne Blätter kurzfristig kalt lagern, trocknet sie sorgfältig ab und verpackt sie locker in ein trockenes Tuch oder eine nicht vollständig geschlossene Box. Nutzt möglichst den wärmsten Bereich des Kühlschranks und verbraucht die Blätter zeitnah.

Gewaschenes Basilikum aufbewahren

Wascht Basilikum möglichst erst direkt vor der Verwendung. Restfeuchtigkeit beschleunigt den Verderb.

Nach dem Waschen:

  • Blätter vorsichtig abschütteln.
  • Auf einem sauberen Tuch ausbreiten.
  • Vollständig trocknen lassen.
  • Nicht kräftig reiben.
  • Anschließend sofort verwenden oder einfrieren.

Eine Salatschleuder kann funktionieren, wenn Ihr sie nur langsam und vorsichtig dreht.

Basilikum einfrieren oder trocknen

Habt Ihr mehr Basilikum geerntet, als Ihr unmittelbar verwenden könnt, ist Einfrieren meist die aromatischere Lösung.

Basilikum einfrieren

Gefrorenes Basilikum bleibt geschmacklich näher am frischen Kraut als getrocknetes Basilikum. Die Blätter werden nach dem Auftauen allerdings weich und eignen sich nicht mehr gut als Garnitur.

Für Saucen, Suppen, Pasta und Pesto ist das kein Problem.

Methode 1: Ganze Basilikumblätter einfrieren

  1. Blätter vorsichtig waschen.
  2. Vollständig trocknen lassen.
  3. Einzeln auf einen Teller oder ein Brett legen.
  4. Ein bis zwei Stunden vorfrieren.
  5. Gefrorene Blätter in einen Behälter umfüllen.
  6. Möglichst wenig Luft im Behälter lassen.

Durch das Vorfrieren kleben die Blätter weniger stark zusammen.

Methode 2: Basilikum mit Öl einfrieren

Diese Methode ist besonders praktisch für Pasta und Saucen:

  1. Basilikum grob schneiden.
  2. In einen Eiswürfelbehälter geben.
  3. Mit Olivenöl auffüllen.
  4. Durchfrieren lassen.
  5. Die Würfel anschließend in eine Dose umfüllen.

Die gefrorenen Würfel könnt Ihr direkt in die warme Sauce geben. Ihr müsst sie vorher nicht auftauen.

Methode 3: Pesto einfrieren

Bereitet ein einfaches Pesto aus Basilikum, Olivenöl, Nüssen und etwas Knoblauch zu. Parmesan könnt Ihr entweder direkt einarbeiten oder erst nach dem Auftauen hinzufügen.

Füllt das Pesto portionsweise in kleine Behälter. Eine dünne Schicht Olivenöl auf der Oberfläche reduziert den Kontakt mit Luft.

Als Variation könnt Ihr Euch an unserem Rezept für Bärlauchpesto orientieren und den Bärlauch durch frisches Basilikum ersetzen.

Basilikum richtig auftauen

Gebt gefrorenes Basilikum am besten direkt in das Gericht. Beim vollständigen Auftauen verliert es Wasser, wird dunkel und fällt zusammen.

Für kalte Speisen könnt Ihr einen Basilikum-Öl-Würfel langsam im Kühlschrank auftauen und anschließend in ein Dressing oder einen Dip rühren.

Basilikum trocknen

Basilikum lässt sich trocknen, verliert dabei jedoch einen Teil seines frischen, süßlichen Aromas.

Basilikum an der Luft trocknen
  • Saubere und trockene Triebe locker bündeln.
  • An einem schattigen, warmen und luftigen Ort aufhängen.
  • Direkte Sonne vermeiden.
  • Vollständig durchtrocknen lassen.
  • Blätter anschließend von den Stielen lösen.
Basilikum im Backofen trocknen

Verteilt die Blätter auf einem Backblech und trocknet sie bei möglichst niedriger Temperatur. Lasst die Backofentür einen Spalt geöffnet, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Verwendet möglichst wenig Hitze. Hohe Temperaturen beschleunigen zwar das Trocknen, schwächen aber das Aroma.

Getrocknetes Basilikum lagern

Bewahrt das vollständig getrocknete Kraut in einem:

  • Sauberen
  • Trockenen
  • Lichtgeschützten
  • Luftdicht verschlossenen Gefäß

Auf. Zerreibt die Blätter erst kurz vor der Verwendung. Ganze getrocknete Blätter behalten ihr Aroma länger als bereits fein gemahlenes Basilikum.

Warum Basilikum aus dem Supermarkt häufig eingeht

Ein Supermarkttopf besteht häufig nicht aus einer einzelnen kräftigen Pflanze. In dem kleinen Gefäß stehen viele Jungpflanzen sehr dicht nebeneinander. Dadurch sieht der Topf beim Kauf üppig aus, doch die einzelnen Pflanzen konkurrieren um Licht, Wasser, Nährstoffe und Wurzelraum.

Hinzu kommen weitere Belastungen:

  • Dichtes Wurzelgeflecht
  • Wenig Erde
  • Schneller Wasserverlust
  • Ausgelaugtes Substrat
  • Temperaturschwankungen beim Transport
  • Kalte Lagerbereiche
  • Zu wenig Licht in der Verkaufsfläche
  • Staunässe im Übertopf
  • Abrupter Wechsel des Standortes

Supermarktbasilikum wird für einen schnellen, dichten Wuchs produziert und nicht als dauerhafte Zimmerpflanze kultiviert. Die enge Aussaat und mögliche Kälteschäden während des Transportes erklären, warum ein gesund wirkender Topf zu Hause manchmal innerhalb weniger Tage abbaut.

So rettet Ihr Supermarktbasilikum

1. Verpackung entfernen

Nehmt die Kunststoffhülle möglichst bald ab. In der engen Hülle stauen sich Wärme und Feuchtigkeit, während die Luft kaum zirkulieren kann.

2. Wurzelballen prüfen

Ist die Erde völlig trocken, stellt den Topf kurz in Wasser. Ist sie tropfnass, lasst überschüssiges Wasser gründlich ablaufen.

3. Pflanzen teilen

Teilt den dichten Wurzelballen vorsichtig in zwei bis vier Gruppen. Ihr müsst nicht jede einzelne Pflanze voneinander lösen. Ziel ist lediglich, die starke Konkurrenz zu verringern.

4. Größere Töpfe verwenden

Pflanzt die Gruppen in Töpfe mit Abzugslöchern. Eine lockere, hochwertige Kräuter- oder Gemüseerde ist besser als ein dauerhaft vernässtes, schweres Substrat.

5. Warm und hell aufstellen

Gebt den Pflanzen einen hellen Standort ohne kalte Zugluft. An starke direkte Sonne solltet Ihr sie langsam gewöhnen.

6. Richtig ernten

Schneidet regelmäßig die oberen Triebspitzen ab. Das fördert Seitentriebe und einen buschigen Wuchs.

7. Blüten früh entfernen

Möchtet Ihr möglichst lange Blätter ernten, entfernt Ihr junge Blütenansätze. Dadurch verwendet die Pflanze mehr Energie für neue Triebe.

Sind Basilikumblüten und Stiele essbar?

Basilikum blüht: Ist es noch essbar?

Blühendes Basilikum ist grundsätzlich weiterhin essbar. Die Blüten enthalten ebenfalls Aromastoffe und eignen sich als dekorative Zutat.

Ihr könnt sie verwenden für:

  • Salate
  • Pasta
  • Desserts
  • Kräuterbutter
  • Blütenbutter
  • Getränke
  • Tomatengerichte
  • Frischkäse
  • Essbare Tischdekoration

Der Geschmack der Blüten ist je nach Sorte mild, würzig, leicht süßlich oder etwas herb.

Sobald Basilikum blüht, verändert sich allerdings die Pflanze. Die Blätter können fester werden und einen leicht bitteren oder intensiveren Geschmack entwickeln. Giftig werden sie dadurch nicht.

Möchtet Ihr lange zarte Blätter ernten, knipst Ihr die Blütenstände frühzeitig ab. Möchtet Ihr Insekten Nahrung bieten oder Samen gewinnen, könnt Ihr einige Blüten stehenlassen.

Kann man Basilikumstiele essen?

Junge, weiche Basilikumstiele könnt Ihr ohne Probleme essen. Sie besitzen viel Aroma und müssen nicht im Biomüll landen.

Fein gehackte Stiele eignen sich für:

  • Pesto
  • Tomatensauce
  • Suppen
  • Kräuteröl
  • Marinaden
  • Gemüsepfannen
  • Füllungen

Gebt die Stiele etwas früher in das Gericht als die Blätter. So werden sie weicher und geben ihr Aroma ab.

Dicke, ältere und faserige Stiele lassen sich weniger angenehm kauen. Ihr könnt sie trotzdem in einer Sauce, Suppe oder Gemüsebrühe mitziehen lassen und vor dem Servieren entfernen.

Basilikum: gesundes Küchenkraut mit wertvollen Inhaltsstoffen

Basilikum besteht überwiegend aus Wasser und liefert bei den üblichen Verzehrmengen nur wenige Kalorien. Es enthält unter anderem:

  • Vitamin K
  • Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A
  • Geringe Mengen verschiedener Mineralstoffe
  • Ätherische Öle
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Weitere sekundäre Pflanzenstoffe

Wie hoch der Gehalt einzelner Aromastoffe ausfällt, hängt von Sorte, Standort, Wachstumsbedingungen und Erntezeitpunkt ab. Zu den bekannten Bestandteilen des ätherischen Öls zählen unter anderem Linalool, Eugenol und Estragol.

Ist Basilikum gesund?

Als frisches Küchenkraut kann Basilikum eine abwechslungsreiche Ernährung sinnvoll ergänzen. Es bringt viel Aroma in Gerichte, ohne nennenswerte Mengen Zucker, Fett oder Salz hinzuzufügen.

Der praktische gesundheitliche Vorteil liegt daher vor allem darin, dass Ihr:

  • Frisch kocht
  • Gerichte aromatischer gestaltet
  • Mehr pflanzliche Zutaten verwendet
  • Mit Kräutern einen Teil des Salzes ersetzen könnt
  • Salate und Gemüse abwechslungsreicher zubereitet

Basilikum ist jedoch kein Arzneimittel. Aus Laboruntersuchungen zu einzelnen Inhaltsstoffen lassen sich keine konkreten Heilwirkungen einer normalen Portion Basilikum ableiten.

Ein wichtiger Hinweis zu Basilikumöl und Konzentraten

Frisches Basilikum in üblichen Küchenmengen ist nicht mit hochkonzentriertem ätherischem Basilikumöl gleichzusetzen. Ätherische Öle enthalten bestimmte Pflanzenstoffe in wesentlich höherer Konzentration und sollten nicht unkritisch eingenommen werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung informiert über die gesundheitliche Bewertung natürlicher Aromastoffe wie Estragol und Methyleugenol. Für den normalen Einsatz frischer oder getrockneter Kräuter in abwechslungsreicher Küche besteht kein Grund, Basilikum grundsätzlich zu meiden. Hochkonzentrierte Extrakte und ätherische Öle sind dagegen gesondert zu betrachten.

Informationen zur Pflanzenpflege und zum Kräuteranbau findet Ihr außerdem bei der Bayerischen Gartenakademie der LWG. Allgemeine Hinweise zu Lebensmitteln, Ernährung und Küchenpraxis bietet das Bundeszentrum für Ernährung.

Drei einfache Küchenideen mit Basilikum

Schnelles Basilikumpesto

Für ein Glas benötigt Ihr:

  • 50 g frische Basilikumblätter und zarte Stiele
  • 40 g Pinienkerne oder Walnüsse
  • 50 g fein geriebenen Parmesan
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Etwa 100 ml Olivenöl
  • Etwas Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Röstet die Nüsse kurz ohne Fett und lasst sie vollständig abkühlen. Gebt Basilikum, Nüsse, Parmesan und Knoblauch in einen hohen Behälter. Fügt einen Teil des Öls hinzu und verarbeitet alles möglichst kurz.

Zu langes Mixen erzeugt Wärme. Dadurch kann das Pesto dunkler werden und an Frische verlieren. Rührt das übrige Öl nach Bedarf unter und schmeckt mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.

Das Pesto passt zu:

  • Pasta
  • Gnocchi
  • Geröstetem Brot
  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Grillgemüse
  • Mozzarella
  • Kaltem Nudelsalat

Eine weitere passende Idee ist unser sommerlicher Nudelsalat mit Pesto.

Tomaten-Basilikum-Brot aus der Pfanne

Für zwei Portionen benötigt Ihr:

  • 4 Scheiben kräftiges Brot
  • 250 g reife Tomaten
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 2 bis 3 EL Olivenöl
  • Etwas Balsamico
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: Mozzarella oder Burrata

Röstet das Brot in einer Pfanne mit wenig Olivenöl. Würfelt die Tomaten und vermischt sie mit fein gehacktem Knoblauch, Olivenöl, wenig Balsamico, Salz und Pfeffer.

Gebt das Basilikum erst unmittelbar vor dem Servieren dazu. Verteilt die Mischung auf dem warmen Brot. Mit Burrata oder Mozzarella wird daraus eine kleine sommerliche Mahlzeit.

Basilikum-Zitronen-Butter

Für eine aromatische Kräuterbutter benötigt Ihr:

  • 125 g weiche Butter
  • 1 Handvoll Basilikum
  • Etwas fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 1 TL Zitronensaft
  • Pfeffer
  • Eine kleine Prise Salz

Schneidet Basilikum und junge Stiele fein. Verrührt alle Zutaten miteinander und lasst die Butter mindestens 30 Minuten ziehen.

Sie passt zu:

  • Gegrilltem Gemüse
  • Maiskolben
  • Fisch
  • Hähnchen
  • Ofenkartoffeln
  • Baguette
  • Pasta
  • Gebratenen Pilzen

Ihr könnt die Butter portionsweise einfrieren. Dafür formt Ihr eine Rolle, wickelt sie gut ein und schneidet bei Bedarf einzelne Scheiben ab.

Frisches Aroma beginnt in einer gut geplanten Küche

Basilikum zeigt, wie viel Unterschied kleine Details beim Kochen machen. Ein warmer Platz für Kräutertöpfe, eine gut erreichbare Arbeitsfläche, kurze Wege zwischen Spüle und Kochfeld sowie übersichtlicher Stauraum erleichtern Euch den Küchenalltag jeden Tag.

Möchtet Ihr Eure Küche so planen, dass frische Zutaten, Kräuter und gemeinsames Kochen den passenden Raum bekommen, besucht uns in einem unserer Küchenstudios in Eching bei Freising, Landshut-Nord, Unterhaching oder Wolfratshausen. Dort könnt Ihr Materialien, Arbeitsflächen, Stauraumlösungen und moderne Küchentechnik direkt vergleichen.

Vereinbart jetzt Euren persönlichen Beratungstermin im KüchenMarkt und entwickelt gemeinsam mit unseren Küchenexperten eine Küche, die zu Euren Kochgewohnheiten und zu Eurem Alltag passt.

FAQ: Häufige und wichtige Fragen zu Basilikum

Einen Basilikumtopf lagerst du hell, warm und vor Zugluft geschützt. Abgeschnittene Triebe stellst du bei Zimmertemperatur in ein Glas mit wenig Wasser. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden.

Halte die Erde gleichmäßig feucht, vermeide Staunässe und schütze die Pflanze vor Kälte. Ernte ganze Triebspitzen oberhalb eines Blattpaares. So kann Basilikum neue Seitentriebe bilden.

Ein Basilikumtopf gehört normalerweise nicht in den Kühlschrank. Die Pflanze reagiert empfindlich auf niedrige Temperaturen. Auch abgeschnittene Triebe bleiben in einem Wasserglas bei Zimmertemperatur häufig besser erhalten.

Ja. Du kannst ganze, trockene Blätter vorfrieren oder gehacktes Basilikum zusammen mit Olivenöl in Eiswürfelbehältern einfrieren. Das gefrorene Kraut eignet sich für Saucen, Suppen und Pasta.

Nein. Basilikum kannst du ohne Blanchieren einfrieren. Wasche es nur bei Bedarf und trockne es sorgfältig. Blanchieren verändert die feinen Blätter und kann einen Teil des frischen Aromas beeinträchtigen.

Ja. Trockne die Blätter schonend, schattig und bei niedriger Temperatur. Getrocknetes Basilikum ist lange haltbar, schmeckt jedoch weniger frisch und süßlich als frisches oder gefrorenes Basilikum.

Für Salate und als Garnitur kannst du Basilikum zupfen. Für feine Streifen verwendest du ein scharfes Messer. Bei der Ernte von der Pflanze solltest du ganze Triebspitzen knapp oberhalb eines Blattpaares schneiden.

Ja. Blätter und Blüten bleiben essbar. Die Blätter können während der Blüte etwas fester, herber oder bitterer werden. Die Blüten eignen sich als würzige Dekoration.

Junge, weiche Stiele sind essbar und aromatisch. Hacke sie fein für Pesto, Saucen oder Kräuteröl. Ältere, faserige Stiele kannst du in Suppen oder Saucen mitkochen und später entfernen.

In einem kleinen Topf stehen meistens sehr viele Jungpflanzen dicht zusammen. Sie konkurrieren um Wasser, Licht, Nährstoffe und Platz. Transportkälte, wenig Erde und Staunässe schwächen sie zusätzlich. Teile den Wurzelballen und pflanze die Gruppen in mehrere Töpfe.

Das hängt von Temperatur, Topfgröße und Pflanzenmenge ab. Prüfe die Erde täglich. Sie sollte leicht feucht, aber nicht vernässt sein. An heißen Tagen kann ein dichter Topf täglich Wasser benötigen.

Normales Genoveser Basilikum schmeckt frisch, süßlich und mediterran. Thai-Basilikum kann je nach Art nach Anis, Lakritz, Nelke, Pfeffer oder Zitrone schmecken. Es eignet sich besonders für Currys, Wok-Gerichte und asiatische Suppen.

Grundsätzlich ja, das Gericht bekommt jedoch ein deutlich anderes Aroma. Für Pesto und Caprese ist Genoveser Basilikum meist passender. Für Thai-Curry oder Wok-Gerichte ist Thai-Basilikum die authentischere Wahl.

Für Pesto, Salate, Caprese und Garnituren ist frisches Basilikum besser. Für lange gekochte Saucen, Aufläufe und Gewürzmischungen kann getrocknetes Basilikum praktisch sein. Häufig schmeckt eine Kombination aus beiden Varianten besonders rund.

Verwende ein scharfes Messer, drücke die Blätter nicht zusammen und schneide sie erst unmittelbar vor dem Servieren. Feuchtigkeit, Kälte und starkes Quetschen fördern dunkle Stellen.

Weitere Obst und Gemüse

Klassische Küchen im KüchenMarkt